Der Akku

Informationen zu Akkumulatoren (Akkus) für Softair- bzw. Airsoftwaffen.

 

1. Welche Typen gibt es? 

Für Airsoftwaffen gibt es verschiedene Akkus aus unterschiedlichen Materialien und mit unterschiedlichen Eigenschaften. Dabei bestehen die Akkus in der Regel aus einzelnen Zellen, welche zusammengeschlossen werden und dann einen kompletten Akku ergeben. Folgende Akkus werden im Airsoftsport verwendet.
 

  • Nickel Kadmium (Ni-Cd):

    Diese Akkus besitzen einen geringen Innenwiderstand und wurden häufig im Modellbau eingesetzt, da sie optimale Eigenschaften dafür mitbringen und genügend Strom liefern um die Motoren anzutreiben. Die Akkus sind im Gegensatz zu anderen Akkus auch bei niedrigeren Temperaturen einsetzbar und können auch längere Zeit gelagert werden. Allerdings reagieren diese Akkus empfindlich auf falsches Laden, wenngleich etwas weniger als z.B. Ni-Mh Akkus.

    Durch ein Überladen werden die Zellen des Akkus beschädigt. Auch eine Tiefentladung des Akkus verursacht Schäden. Zudem können beim Laden Memory-Effekte auftreten, so dass der Akku an Lademenge bzw. Kapazität verliert.

    Ni-Cd Akkus bestehen aus einzelnen Zellen, welche 1,2 V liefern

    Aufgrund des giftigen Kadmiums im Akku wurden durch die EU inzwischen Gesetze eingeführt, die den Vertrieb dieser Akkus unterbinden.
     
  • Nickel Metallhybrid (Ni-Mh):

    Diese Akkus sind am gebräuchlichsten im Modellbau und Airsoftbereich. Die Akkus besitzen ebenfalls einen geringen Innenwiderstand für einen ausreichenden Strom und eine relativ hohe Lademenge (Kapazität). Mehr als die Ni-Cd Akkus reagieren die Ni-Mh Akkus sehr empfindlich auf falsche Ladezustände. Bei Überladung der Akkus werden diese dauerhaft geschädigt, Ebenso eine Tiefentladung. Die Akkus besitzen zudem eine relativ hohe Selbstentladung, so dass sie nicht dauerhaft gelagert werden können, ohne Schaden zu nehmen. Memory Effekte treten dagegen kaum auf.

    Ni-Mh Akkus bestehen wie Ni-Cd aus einzelnen Zellen, welche 1,2 V liefern.
     
  • Lithium Akkus (Li-Po, Li-Fe, Li-Ion):

    Li-Ion Akkus sind hauptsächlich aus mobilen Telefonen, Notbooks und anderen elektrischen Gräten bekannt. Li-Po Akkus werden auch häufiger im Airsoftbereich eingesetzt. Die Akkus liefern auch bei geringer Spannung einen sehr hohen Strom, zumindest deutlich höher als Ni-Mh Akkus. Hier wird in der Regel gesagt, dass ein 7,4 V Li-Po Akku einen vergleichbaren Strom eines 9,6 V Ni-Mh Akkus liefert.

    Aufgrund der Physikalischen Eigenschaften ist ein anderes Ladeverfahren erforderlich als bei den Ni-Mh / Ni-Cd Akkus. Ein Überladen ist nicht möglich, allerdings sollte immer ein Ladegerät mit Load-Balancer genutzt werden um die einzelnen Zellen gleichmäßig zu laden. Ungleiche Ladezustände der einzelnen Zellen können zu hohen inneren Strömen und defekten führen.

    Aufgrund der geringen Spannung und den hohen Strömen sind aus Lithium gefertigte Akkus nicht immer geeignet um die Airsoftwaffen zu betreiben. Hohe Ströme können zu Schäden in der Gearbox bzw. dem Motor führen. Eine zu geringe Spannung ist unter Umständen nicht ausreichend zum Betreiben der Airsoftwaffe.

    Li-Po und Li-Ion Akkus besitzen einzelne Zellen mit ca. 3,7 V. Bei Li-Fe Akkus besitzen eine Zellspannung von ca. 3,3 V.
     

2. Technische Daten und Angaben zu Akkus 

Zwei technische Angaben sind immer auf dem Akku vorhanden.
 

  • Spannung in V:

    Auf den Akkus ist immer die Spannung angegeben. Bei Ni-Mh und Ni-Cd Akkus wird dieser in der Regel pro Zelle angegeben. Das heißt auf jeder einzelnen Zelle steht dann 1,2 V. Um die Gesamtspannung zu erhalten, müssen diese Einzelwerte addiert werden. Bei sieben Zellen sind das 8,4 V.
     
  • Lademenge / Elektrische Ladung / Kapazität in mAh:

    Dieser Wert wird immer über die komplette Lademenge aller Zellen zusammen angegeben und gibt eine Angabe darüber, wie lang der Akku nutzbar ist. Je geringer die Lademenge, desto früher ist der Akku leer.
     

3. Richtiges Laden der Akkus. 

Für Ni-Mh und Ni-Cd Akkus gilt: Den Waffen beiliegende Ladegeräte verfügen in der Regel nicht über eine Abschaltautomatik . Dies bedeutet, dass bereits vollgeladene Akkus auch weiterhin aufgeladen werden. Dies führt allerdings zu dauerhaften Schäden der Akkus. So verlieren leicht überladene Akkus bereits an Kapazität bzw. Ladung. Diese werden dann schneller leer sein als bei Auslieferung. Bei häufigem Überladen sinkt die Ladung stetig ab und der Akku ist dann kaum noch brauchbar. Ein deutliches Überladen von mehreren Stunden führt zum unmittelbaren Defekt des Akkus. Der Akku ist besitzt dann kaum noch Ladung. Angeschlossen an einen Verbraucher (Airsoftwaffe) bricht die Spannung unmittelbar zusammen und es fließt kein Strom mehr.

 

Ebenso ist die Höhe des Ladestromes wichtig für den Akku. Dieser sollte nicht zu niedrig sein, allerdings auch nicht zu hoch. Je höher der Ladestrom, desto größer ist auch der Verschleiß des Akkus. Ist der Ladestrom in mA höher als die Ladung in mAh, dann wird der Akku durch die Ladung ebenfalls beschädigt, ähnlich wie bei einer Überladung.

 

Bei Ladegeräten ohne Abschaltautomatik sollte die Ladezeit immer genau berechnet und dann auch eingehalten werden. Bei Anlieferung des Akkus ist dieser immer leer und muss komplett geladen werden. Bei erneutem Laden sollte der Akku möglichst leer sein. Tiefentladungen sollten allerdings vermieden werden.

 

Die Ladezeit vom Akku kann folgendermaßen berechnet werden:

  • Elektrische Ladung Akku (mAh) / Ladestrom Ladegerät (mA) * 1,4

    Ein Beispiel mit einem 8,4V 1100mAh Akku und einem Ladegerät 300mA

    1100 / 300 * 1,4 = 5,1333 entspricht 5 Stunden und 8 Minuten.

 

Zur Berechnung der Ladezeit kann auch unserer Ladezeitrechner unten in der rechten Spalte verwendet werden.

Ladegeräte für Ni-Mh oder Ni-Cd Akkus mit Abschaltautomatik sind in der Regel an der Bezeichnung Delta Peak oder Minus Delta U zu erkennen. Auch bei diesen Ladegeräten sollte der Ladezyklus allerdings kontrolliert werden. Bei einigen Geräten ist es wichtig, dass keine vollen Akkus nachgeladen werden, da diese dann in ihrer Zellenanzahl falsch erkannt und dann auf die nächst höhere Zellenspannung gelanden werden. Eine zuverlässige Abschaltung hängt immer auch vom Zustand des Akkus ab.

Bei Li-Po, Li-Ion oder auch Li-Fe Akkus muss die Ladezeit vorab nicht berechnet werden. Aufgrund der physikalischen und chemischen Eigenschaften der Akkus wird der ladezyklus automatisch abgeschaltet sobald der Akku komplett geladen ist. Es sollte allerdings unbedingt darauf geachtet werden, dass ein Ladegerät mit Loadbalancer verwendet wird. Ohne diese Eigenschaft kann es zu unterschiedlichen Spannung einzelner Zellen kommen und im Inneren des Akkus fließen dann Ausgleichströme. Diese können auch soweit steigen, dass die Zellen beschädigt werden.

 

4. Welchen Akku kaufen? 

Welcher Akku am Besten geeignet ist, hängt auch vom Stauraum der Waffe ab. Bei einigen Modellen ist man auf Bestimmte Akkus angewiesen und besitzt keine Wahl.

Der richtige Akku hängt allerdings auch von der Beschaffenheit der Gearbox, der Elektrik und dem Motor der Waffe ab. Je mehr Volt (V) ein Akku besitzt, desto schneller wird derr Motor angetrieben. Die Schussrate steigt, allerdings mit der Schussrate auch der Verschleiß. Deshalb sollte am Besten immer ein Akku mit gerade einmal so hoher Spannung wie Nötig genutzt werden. Folgende Empfehlungen können gegeben werden:

  • Einsteiger Kunststoffgearbox:

    Für Waffen mit Kunststoffgearbox sollten in der Regel Ni-Mh Akkus mit geringerer Spannung genutzt werden. Am Besten sind 6,4 V - 7,2 V Akkus, abhängig von der Energie der Waffe.
     
  • höherwertigere Kunststoffgearbox:

    Am Besten sind Ni-Mh Akkus mit 7,2 V geeignet. Es können allerdings teilweise auch 8,4 V Akkus verwendet werden, abhängig vom Modell.
     
  • Metallgearbox Gewehr AEG:

    Für diese Modelle sind in der Regel 8,4 V Ni-Mh Akkus am Besten geeignet. Bei Modellen mit stärkeren Federn im Zylinder sollten 9,6 V Akkus verwendet werden.
     
  • Metallgearbox Pistole / MP:

    Hier ist die Bauform der Akkus in der Regel vorgegeben. Es werden meist 7,2 V Akkus mitgeliefert. Aufgrund der kürzeren und schwächeren Feder sind diese auch am Besten geeignet.
     
  • Metallgearbox Gewehr S-AEG:

    Wenn der Stauraum es zulässt sollte immer ein 9,6 V Ni-Mh Akku verwendet werden. Dadurch ist die Gefahr eines Gearjams geringer.
     
  • Metallgearbox mit MOSFET, elektronischer Regelung:

    Li-Po, Li-Ion geeignet. In der Regel 7,4 V Akkus. Nur wenn die Elektrik und Elektronik speziell dafür angepasst ist können 11,1 V Akkus verwendet werden. Dazu auch immer die Empfehlungen der Hersteller beachten.
     

Die Lademenge sollte ebenfalls beachtet werden. Der Akku sollte eine passende Ladung zur Verwendeten Gearbox besitzen. Je nach Kapazität / Ladung des Akkus kann der Ausgehende Strom stark steigen. So sollten bei Standardwaffen keine Akkus mit extrem geringer Ladung (<300 mAh) oder extrem großer Ladung (> 4000 mAh) verwendet werden.

Ausser für speziell ab Werk dafür ausgelegte Modelle oder aber Umbauten sollten keine Li-Po, Li-Ion Akkus verwendet werden, da der Strom zu hoch ist. Bei 7,4 V Akkus kann die Spannung auch zu gering sein, um den Motor ausreichend zu betreiben. Durch 9,6 V Ni-Mh Akkus arbeitet der Motor schneller und es entstehen nicht so schnell sogenannte Gearjams / Gearboxjams

 

5. Formen, Modelle und Anschlüsse: 

Die Akkus gibt es in unterschiedlichsten Formen, abhängig vom Stauraum der der elektrischen Airsoftmodelle. Im Einsteigerbereich werden häufig Waffen mit beiliegenden Akkus verkauft, welche ausschließlich für den Gebrauch der Waffe geeignet sind und oft eine spezielle Form besitzen um in den Stauraum der Waffe zu passen.

Elektrische Airsoftwaffen mit Metallgearbox verwenden in der Regel drei gängige Akkuformen.

 

Folgende Modelle sind z.B. als Ni-Mh Akkus üblich und werden oft verwendet und auch von Hersteller mitgeliefert:

 

Die Akkus werden oft einer Standardzellengröße geliefert, 2/3A. Die Größe beträgt 28,5 mm * 17 mm. Teilweise sind die gleichen Bauformen auch mit größeren Zellen Zellen verfügbar, z:b. Large Type Akkus, welche genauso aussehen wie Small Type Akkus, nur eben größer.

Die meisten Akkus verwenden die von der Japanischen Modellbau Firma Tamiya entwickelten Anschlussstecker für die Akkus. Am weitesten verbreitet sind diese Stecker mit 9,5 mm Breite. Aber auch die 13,5 mm breiten Stecker werden manchmal z.B. bei Large-Type Akkus verwendet. Mit verschiedenen Adapterkabeln können allerdings auch Akkus mit anderen Steckverbindungen an den Airsoftwaffen gesteckt werden.

 

6. Temperaturabhängikeiten 

Bei niedrigeren Temperaturen nimmt die Leistung bzw die Kapazität / Ladung der Akkus stark ab. Je kälter es ist, desto schneller sind die Akkus leer. Bei deutlichen Minusgraden ist eine Sinnvolle Nutzung des Akkus auch teilweise gar nicht mehr möglich. Als Faustformel wird gesagt, dass ein Akku bei Temperaturen von -10° - -20° C die Hälfte der Kapazität / Ladung verliert.

Optimal funktionieren die Akkus ab +20° C.

 

7. Wie viele Schüsse mit einem Akku? 

Diese Frage lässt sich unmöglich genau beantworten. Wie viele Schüsse tatsächlich möglich sind, hängt immer von der Nutzung der Waffe und den Äusseren Umständen ab.

Folgendes kann die "Haltbarkeit" des Akkus allerdings deutlich senken:

  • niedrige Temperaturen
  • stärkere Federn (> 1 J)
  • Hi-Speed Motoren
  • generelles Tuning in Bezug auf ROF und Reichweite
  • Innenwiderstand der elektrischen Schaltung
  • elektrisches Blow Back
  • Verschleiß des Switch-Assembly

 

8. Beim Umgang mit Akkus ist zu beachten: 

Es sollten zunächst immer die Hinweise in der Bedienungsanleitung bzw. die Hinweise auf unseren den Rechnungen beigelegten Hinweiszetteln.

  • Jeder Akku sollte dem dafür vorgesehenen Ladegerät geladen werden. Die Ausgangsspannung des Ladegerätes sollte die Spannung des Akkus nicht um 20% übersteigen. Der Ladestrom nicht die Kapazität / Ladung des Akkus.
     
  • Akkus sollten vor dem Laden immer leer sein und nicht länger als zur Vollständigen Ladung erforderlich geladen werden.
     
  • Akkus sollten bei längerer Lagerung (Monate ohne Nutzung) immer eine Restladung besitzen. Bei Ni-Mh oder Ni-Cd werden 40 % empfohlen. Bei Li-Ion 60 %
     
  • Defekte, Beschädigte Akkus sollten nicht mehr verwendet werden.
     
  • Immer die Richtige Polung bei einzelnen Zellen, als auch beim Anschluss des Akkus am Verbraucher beachten.
     

 

Altbatterie-Entsorgung 

Defekte und beschädigte Akkus sollten nicht mehr verwendet werden. Diese Akkus müssen immer fachgerecht entsorgt werden. Näheres ist auch hier beschrieben:
http://www.softairsektor.de/Altbatterie-Entsorgung:_:13.html

 



Zurück


Willkommen zurück!
eMail-Adresse:

Passwort:

Warenkorb
Sie haben noch keine Artikel in Ihrem Warenkorb.
Bestseller Bewertungen
Ausgezeichneter Versand!
Home  |   Kontakt  |   Konto erstellen  |   Warenkorb  |   Kasse  |   Impressum
Sitemap | AEG | Der Akku | Einige Spiel-Szenarien | Das Hop-Up | Gearjam | Softair von A - Z |

Der Akku